Verkehrskonzept Marl: ein Albtraum!

mit Aktualisierung 10.2021:
Marl Sinsen Lenkerbeck, Halterner Straße, Schulstraße, Bahnhofstraße, Knöllchen wg. Parken auf Grünstreifen

Die moderne Gesellschaft wird geprägt durch ein hohes Maß an Mobilität. Die meisten Bürger sind angewiesen auf KFZ, Motorrad oder Fahrrad bzw. auf öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn, um das tägliche Leben zu meistern, insbesondere um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien zu sichern. Das bedeutet ein Fahrzeug muss von A nach B gefahren und bei Bedarf ordnungsgemäß abgestellt werden können. Aber dieses Zusammenspiel gerät zunehmend ins Ungleichgewicht. Die starre Städteplanung lässt innovative und mutige Konzepte immer noch vermissen, zum Nachteil der Bürger.

Das Recht bei Eignung auf Führen eines Fahrzeugs ist bis auf wenige Ausnahmen unantastbar. Die Zahl der Fahrzeuge nimmt stetig zu und belastet die Straßen. Immer häufiger sind Anwohner gezwungen, am Wohnort und auch am Arbeitsplatz, wertvolle Zeit für die Parkplatzsuche zu vergeuden. Das kostet Lebenszeit, Geld und belastet die Umwelt. Die Städteplaner arbeiten aber immer noch wie im letzten Jahrhundert und gehen nicht korrekt auf die Bedürfnisse der Anwohner ein. Sie haben schlichtweg eigene Vorstellungen von einer funktionierenden Stadt, und deren Umsetzung stößt häufig auf Unverständnis.

Beispiel Kreisverkehr vs. Ampelanlage

So kann z.B. ein Kreisverkehr anstelle einer aufwändigen und kostspieligen Ampelanlage viele Probleme wie von Zauberhand lösen: Verkehrsfluss optimieren, Energie sparen, Lärm verringern, Staubbelastung minimieren, Unfälle vermeiden. Man mag nur einmal in die Nachbarländer Deutschlands fahren, dort gibt es ausreichend Objekte zur Begutachtung. Die Stadt Marl z.B. ignoriert konsequent die Erstellung eines Kreisverkehrs im Bereich Bahnhostraße / Halterner Straße / Schulstraße, obwohl mindestens seit 2005 Anwohner, SPD und CDU in Marl genau das vom Bürgermeister fordern (siehe auch >>>). Nichts passiert. Trotz mehrerer  Petitionen oder Schreiben an die Stadt: Funkstille. In der Zwischenzeit sind derweil mehrere schwere Unfälle in diesem Kreuzungsbereich passiert, auch mit schwerstverletzten Personen. Dies hätte verhindert werden können.

Beispiel Parkplätze: Ortsteil Sinsen/Lenkerbeck

Im oben genannten Bereich leben viele Anwohner. Entsprechend viele Fahrzeuge sind auf die einzelnen Wohneinheiten zugelassen. Nicht alle Anwohner können ihre Fahrzeuge auf dem eigenen Grundstück abstellen, in der Zeit, wenn es nicht bewegt wird. Entlang der Schulstraße bis weit über das Ortseingangsschild hinweg konnten jahrzehntelang Fahrzeuge zwischen den Bäumen der Allee abgestellt werden. Diese Flächen sind teilweise mit Schotter verdichtet und teilweise auch asphaltiert worden, eben zum Zweck des Parkens. Diese Möglichkeiten wurden nicht nur von den Anwohnern selbst, sondern auch von Besuchern, Lieferanten und auch ortsfremden „Touristen“ (Haardspaziergänger) rege genutzt.

 

 

 

 

 

Im Rahmen der Sanierung der Gehwege werden nun diese Möglichkeiten sukzessive abgeschafft und sogenannte Grünstreifen zwischen den Bäumen angelegt. Hier wuchert jetzt das Unkraut in ungeahnte Höhen. Parken zwischen den Bäumen ist nicht mehr erlaubt und wird vom Ordnungsamt mit Bußgeldern belegt. Dies gilt für beide Seiten der Schulstraße und soll nach und nach durchgesetzt werden.

Die Begründung lautet: Parken nicht am rechten Fahrbahnrand – Verstoß gegen § 12 Abs. 4 StVO

Das gleiche gilt auch für den Bereich Halterner Straße, in der die Parksituation ähnlich brisant ist. Die Anwohner stellen ihr Fahrzeug hier teilweise bereits auf Flächen ab, die längst als Grünstreifen ersichtlich sind. Das Parken wird hier momentan lediglich toleriert. Der Parkdruck steigt somit kontinuierlich, was entsprechend zu erheblichen Spannungen unter den Nachbarn führt. Und wo sollen denn dann z.B. die vielen Ladestationen hin, die bald die Verbrenner ersetzten müssen? Die Konsequenz:  keine Parkplätze, keine Ladesäulen, keine E-Autos.

Beispiel Radwege: Ortsteil Sinsen

Der Radweg über die Bahnhofstraße und Schulstraße Richtung Oer-Erkenschwick ist die Hauptverkehrsroute für Radfahrer. Die StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) sieht für Radfahrer grundsätzlich die Straße als Radweg vor. Die gemeinsame Nutzung von Gehwegen für Fußgänger und Radfahrer ist nur für den Ausnahmefall erlaubt. Nämlich dann, wenn z.B. eine besonders hohe KFZ-Verkehrsdichte mit mehr als 500 Fahrzeugen pro Stunde ermittelt wird und die Straße eine unzumutbare Gefahr für Radfahrer darstellen würde. Zudem muss eine Mindestbreite von 2,50 Metern und eine ebene sowie nicht mit abrupten Richtungsänderungen versehene Führung des Weges gesichert sein.

Schon die Betrachtung der Bahnhofstraße gibt den Experten einige Rätsel auf. In einer Zone 30 wird der Radfahrer über den Gehweg geleitet, gemeinsam mit den Fußgängern. Der in Richtung Bahnhof führende Weg ist zudem stark beschädigt und links und rechts mit Unkraut zugewuchert. Die Mindestbreite wird erheblich unterschritten.

Das Szenario setzt sich in Richtung Schulstraße fort, wobei die linke Seite den gleichen, extrem schlechten Zustand aufweist wie die Bahnhofstraße. Die Mindestbreite wird schon ohne parkende PKW deutlich unterschritten und kann nur durch extreme bauliche Maßnahmen in einen ordnungsgemäßen Zustand überführt werden. Eine Mindestbreite für reine Fußgängernutzung wäre hier allerdings sogar mit zwischen den Bäumen abgestellten

PKW ausreichend gegeben. Auf der rechten Seite wurde der Gehweg saniert und die Nutzung ist jetzt auch für den Radverkehr freigegeben. Während im unteren Bereich der Straße fast 2,50 Meter Wegbreite erreicht werden, liegt dieser Wert in Höhe des Wäldchens (Gedenkstätte) allerdings nur noch bei ca. 1,90 Metern. Das reicht allenfalls für eine reine Fußgängernutzung aus. Zudem weist der Weg auf halber Höhe einen deutlichen Knick auf, was gem. StVO ebenfalls nicht erlaubt ist. Noch katastrophaler stellt sich die Situation in der Hülsbergstraße dar. Warum die Fahrradclubs in Angesicht solcher Zustände nicht ständig Alarm schlagen, ist bislang unbegreiflich.

Ein Ausweg aus diesem Dilemma wäre die Verlagerung der Radwege auf die Straße in Kombination mit einer Geschwindigkeitsreduzierung für den Verkehr in der Schulstraße. Danach könnten PKW, wie auch zuvor, weiterhin am Seitenrand geparkt werden.

 

Brief der Anwohner an die Stadt Marl vom 15.07.2021

Im Juli 2021 entschlossen sich die Anwohner der unteren Schulstraße, einen Brief, in dem ihre grundsätzlichen Bedenken formuliert sind, an die Stadt Marl zu schicken mit Hoffnung auf einigermaßen nachvollziehbaren Antworten und Hinweisen auf die weitere, von der Stadt geplante Entwicklung in diesem Ortsteil.

 

Stadtverwaltung Marl
Ordnungsamt Stadthaus 1, Gebäude 1 Tel.: 02365 99-2306
Herrn Busch, Verkehr, Bußgeldstelle eMail: ordnungsamt@marl.de
Carl-Duisberg Straße 165
45772 Marl

Parksituation Schulstraße/Sinsen, Baumaßnahmen und Bußgelder

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Erstaunen und einem gewissen Unverständnis haben die unterzeichnenden Anwohner der Schulstraße die geplanten und schon teilweise umgesetzten Baumaßnahmen zur Kenntnis genommen.
Wir sind direkt von den baulichen Maßnahmen betroffen und die Ergebnisse greifen direkt in unser tägliches Leben ein. Schon immer konnten an den geeigneten Stellen zwischen Gehweg und Fahrbahn PKW abgestellt werden. Insbesondere für Besucher, Lieferanten, Zusteller usw. war das eine Möglichkeit, zeit- und energiesparend alle notwendigen Vorhaben umzusetzen. Auch für uns Anwohner, übrigens auch ganz massiv für Anwohner der angrenzenden Halterner Straße, waren diese Möglichkeiten eine notwendige Selbstverständlichkeit, denn wir alle werden nicht jünger und gesünder, ganz im Gegenteil.
Jetzt aber wird deutlich, welchen Zweck die durch die Stadt Marl veranlassten Bauvorhaben haben. Nachdem einige Strafzettel durch das Ordnungsamt verteilt wurden, dürften keine Fragen mehr offen bleiben. Sämtliche Maßnahmen wurden ohne Information und schon gar ohne vorherige Anhörung der betroffenen Anwohner durchgeführt.
Wir stehen quasi vor vollendeten Tatsachen und dürfen nun zusehen, wie hier sogenannte Grünstreifen angelegt werden, wo vorher genügend Platz für viele abzustellende PKW war. Der Parkdruck wird jetzt noch größer und alle Parkplatzsuchenden diffundieren in die Nebenstraßen. Auch dorthin, wo andere Nachbarn für sich bereits öffentliche Parkplätze als „Alleineigentum“ reklamieren. Vorsichtig ausgedrückt fördert das alles nicht das nachbarschaftliche Miteinander, denn auch Anwohner der Halterner Straße können nicht auf ausgiebige Parkmöglichkeiten zurückgreifen. 

Zu den Fakten:
Geplant ist ein durchgehender Grünstreifen, der entlang der Schulstraße nicht beparkt werden darf. Es werden jetzt schon Strafzettel bei Zuwiderhandlung verteilt.
Besucher und Anwohner sollen einen Parkplatz im oberen Bereich der Schulstraße nutzen, der einen halben Kilometer entfernt gelegen ist.
Der Gehweg soll für Fußgänger und sonstige Radfahrer, Rollerfahrer, Dreiradfahrer, Rollstuhlfahrer etc. gemeinsam zu nutzen sein.
Grünstreifen werden mit Unkraut meterhoch zuwuchern, weil die zuständigen Abteilungen der Stadt natürlich nur ein- bis zweimal pro Jahr schneiden können.

Die Gesamtsituation ist mehr als unbefriedigend, weil das Konzept Gehweg für alle nicht greifen wird. Schon heute sehen wir uns mit hochgefährlichen Situationen konfrontiert, bei denen extrem schnell fahrende Radfahrer Fußgänger fast umfahren und dann auch noch schimpfen, weil diese den Weg versperren. Die moderne Technik lässt es zu, dass solche Gefährte sehr hohe, unangepasste Geschwindigkeiten erreichen und die Unfallgefahr steigt. Besonders für Passanten mit Hunden an der Leine und mit Kindern an der Hand.
Allein das Ausfahren aus der Grundstückseinfahrt birgt die Gefahr der Kollision mit Radfahrern sowie ein paar Meter weiter die Gefahr der Kollision mit Rasern, die schon in der Bahnhofstraße Schwung holen um bereits auf Höhe der Schulstr. 6 mit 80 km/h vorbeizurasen.

Zu den möglichen Lösungen:
Geeignete Grünstreifen werden mit Rasengittersteinen belegt, die direkten Anwohner halten die Bereiche sauber, weil die Flächen vorrangig von ihnen genutzt werden.
Wie auch in Recklinghausen werden auf der Fahrbahn links und rechts Markierungen für Radfahrer angebracht, Radfahrer nutzen den Gehweg nicht mehr wegen der hohen Unfallgefahr.
Die Schulstraße wird zumindest teilweise als 30km/h-Zone ausgewiesen, weil alle wissen, welche Unfälle hier schon passiert sind. Diese Bilder von verletzten Menschen will keiner mehr sehen.
Ein Kreisverkehr bringt besseren und kontinuierlicheren Verkehrsfluss, die Lärm- und Luftbelastung nimmt stetig ab.
Alternativ können die PKW in Fahrtrichtung am Seitenrand auf der Straße geparkt werden, was wiederum den Verkehrsfluss beeinträchtigen könnte.

Wir möchten gleich an dieser Stelle deutlich machen, dass wir eine Lösung der Gesamtproblematik anstreben und uns leider nicht mit den bisher vorgesehenen und bereits eingeleiteten Maßnahmen zufrieden geben können. Wir sind Bürger der Stadt und erwarten ordentliche und fundierte Aussagen zu allen uns betreffenden Maßnahmen der Stadtverwaltung, vor allem im Vorfeld der jeweiligen Vorhaben.
Das ist hier leider nicht geschehen, aber offensichtlich kann das Konzept aus unserer Sicht ohne besonderen Aufwand modifiziert werden, zur Zufriedenheit aller Parteien. Abschließend sei noch bemerkt, dass wesentlich mehr Bürger und Anwohner involviert sind, als auf den ersten Blick ersichtlich. Die bisherigen, jetzt wohl schon rechtswidrigen Parkmöglichkeiten werden nämlich regelmäßig von sehr vielen Menschen wahrgenommen.

Für eine geflissentliche Rückmeldung sind wir Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Die Anwohner der unteren Schulstraße (19 Unterschriften)

 

Die Antwort des Bürgermeisters vom 27.07.2021

Der Bürgermeister der Stadt Marl drückt in seiner Antwort sein grundsätzliches Verständnis aus, dass die Anwohner direkt vor ihrer Haustüre parken möchten. Dafür sind die Anwohner sehr dankbar.

Was neu ist wäre die Aussage, dass die Nutzung der Bereiche zwischen den Bäumen als Parkplatz immer schon untersagt gewesen wäre und ab jetzt aber mit Bußgeldern geahndet wird. Die Begründung dafür lautet dahingehend, dass ansonsten die Grünflächen und der Gehweg durch das Parken geschädigt und die besonders schützenswerten Bäume gefährdet würden.

Abschließend wird nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Ordnungsamt in Zukunft kontrollieren und bei Zuwiderhandlung auch Bußgelder aussprechen wird.

Vorläufiges Fazit:

Der Bürgermeister wird die Angelegenheit wie erwartet zu den Akten legen. Weitere Auskünfte wurden den Anwohnern nicht erteilt. Es soll voraussichtlich keine Veränderung der städtischen Planung geben. Das Parken soll den Bürgern in höchstem Maße erschwert werden. Die fahrradfreundliche und „klimafreundliche“ Stadt soll Vorrang bekommen.

Dennoch stellen sich einige Fragen zum Antwortschreiben:

Wenn die Bäume besonders schützenswert wären, warum werden sie dann nach und nach abgesägt? Die Bäume sind sicherlich schon alt und tragen auch morsche, vertrocknete Äste. Sie haben aber bis jetzt mit Beparkung durchgehalten und würden es wohl auch weiterhin tun (Bild zeigt rechte Seite der Schulstraße, hier wurde nicht geparkt, weil der Platz in diesem Abschnitt nicht ausreichend breit ist, Beparkung auf der gegenüberliegenden Seite, hier sind die Bäume augenscheinlich gesund).

Die Bereiche zwischen den Bäumen waren offensichtlich schon immer für das Abstellen von Fahrzeugen vorgesehen und auch so hergerichtet worden, so berichten die alteingesessenen Anwohner. Möglicherweise soll das aber unter den Tisch fallen, weil andere Pläne der Stadt durchgesetzt werden müssen.

 

Übrigens ist eine solche Lösung in der Bahnhofstraße bereits aktuell umgesetzt worden. Nach Sanierung des Gehwegs wurden einige Parkplätze zwischen den Bäumen eingerichtet und die Stellflächen sind entsprechend neu asphaltiert worden. Es geht also doch!

Anmerkung:

Wenn der Platz bzw. die Wegbreite von 1,90m für die gemeinsame Nutzung von Radfahrern und Fußgängern ausreicht (wie im Bild gezeigt), dann sollten 2,00m auch ausreichen, wenn ein Auto auf dem Seitenstreifen geparkt ist und ein Sicherheitsabstand von 20cm für Fußgänger eingehalten werden kann!?

 

Jedenfalls ist damit zu rechnen, dass sich die Gesamtsituation in diesem Bereich deutlich verschärfen wird und die Gefahr von Unfällen mit PKW sowie Radfahrern und Fußgängern erheblich zunehmen wird. Anwohner der Halterner Straße, in den Nebenstraßen und auch im oberen Bereich der Schulstraße werden bald zunehmend betroffen sein, vor allem, wenn die Halterner Straße ebenfalls den baulichen Veränderungen unterzogen wird..

Nachtrag:

Ende 2021 wird der Gehweg der Schulstraße auf der linken Seite (ungerade Hausnummern) beginnend im oberen Bereich Richtung Halterner Straße entsprechend des Systems der rechten Seite erneuert. Ab 2022 können also auch dort keine PKW mehr regulär abgestellt werden.

Reaktion der Anwohner

Nach Auskunft des Ordnungsamtes kann grundsätzlich aber auf der Straße in Fahrtrichtung geparkt werden. Da die Möglichkeit der Beparkung der Seitenstreifen in der Schulstraße nach und nach wegfällt, dürfen PKW wie folgt abgestellt werden:

  • Parken nicht im Bereich durchgezogener Mittellinien
  • Parken min. 5m von der Kreuzung entfernt
  • Parken nicht vor Einfahrten und an abgesenkten Bordsteinen (Rinnen sind keine abgesenkten Bordsteine!)
  • die Durchfahrtbreite für andere Verkehrsteilnehmer muss min. 3,08m betragen (Breite der Schulstr. >7,00m!)
  • in der Schulstraße auf ausreichend Platz für Rettungswagen achten!
  • Parken min. 15m entfernt von Haltestellenschildern

Diese Möglichkeit kann auf Dauer Kosten für teure Knöllchen sparen helfen. Wenn die Stadt den Bürgern keine anderen Möglichkeiten zur Verfügung stellt, muss das wohl der letzte Ausweg sein, wenngleich auch der fließende Verkehr möglicherweise beeinträchtigt wird. 

Das gleiche gilt grundsätzlich auch für die Halterner Straße. Allerdings kann hier nach genauerer Betrachtung festgestellt werden, dass zwischen Kreuzung und Eisenbahnunterführung der Bordstein beidseitig fast durchgängig abgesenkt ist. Das bedeutet, es stellt für jeden Halter in diesem Bereich ein erhebliches Risiko dar, hier seinen Wagen auf der Straße abzustellen. Denn das kann wirklich teuer werden. Teuer gem. neuem Bußgeldkatalog von 2021 wird möglicherweise aber bald auch das Abstellen des KFZ auf dieser Strecke für alle, die das unter den Bäumen auf den Grünstreifen tun. Grünstreifen definiert die Stadt selbst, auch wenn offensichtlich Flächen mit Schotter belegt sind. Die Stadt Marl kann sich nämlich jederzeit vorbehalten, auch das Parken auf solchen Flächen, analog zur Schulstraße, mit Bußgeldern zu belegen. 

Was die sonstige Verkehrsführung angeht, kann jedem Bürger nur deutlich gesagt werden: Passt auf, wer oder was gerade angerast kommt..

——————————————

 

 

K.

Mehr zum Thema

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recklinghaeuser-zeitung.de  I 31.05.2021

VERKEHRSLAGE IN MARL: Knöllchen für Parken auf dem Grünstreifen

 

Die Satzung über die Herstellung und Bereitstellung von Stellplätzen für PKW und Fahrräder in Marl:

Das Mobilitätskonzept Marl – Klimafreundlich mobil:

.

Benutzungspflicht auf Marler Radwegen

 

Alle auf der Homepage bereitgestellten Informationen zum Verkehrskonzept der Stadt Marl auf www.marl.de

 


Liste der Unfälle auf der Halterner. / Schulstraße:

lokalkompass.de  I 03.09.2018
Schwerer Unfall in Marl-Sinsen, zwei Marler schwer verletzt

lokalkompass.de  I 17.09.2018
Schwerer Motorradunfall in Marl-Sinsen: Auto erfasst zwei Krads, 52-jährige Motorradfahrerin schwer verletzt

presseportal.de  I 06.01.2021
POL-RE: Marl: Auffahrunfall auf der Halterner Straße Kreuzung Schulstraße

—–.de  I 2021
Eine Passantin wird beim Überqueren der Halterner Straße im Ampelbereich von einem abbiegenden PKW angefahren. In der Lokalpresse nicht erwähnt?..

—–.de  I 06.08.2021
Ein PKW rast von der Schulstraße kommend in den Vorgarten des Grundstücks Bahnhofstr,/Halterner Str.. In der Lokalpresse nicht erwähnt?..