Elektrofahrzeuge für alle?

Klimaretten ist heute in aller Munde und absolut modern. Parteien gewinnen mit diesem Thema Wahlen und unwissende Schüler gehen nicht zum Unterricht, obwohl sie zu diesem Thema keine Ahnung haben. Wie übrigens die meisten Politiker auch. 

Zumindest muss man diese Schlussfolgerungen ziehen, wenn man die Stellungnahmen aus allen Richtungen der Gesellschaft hört, sieht und liest. Es gibt dieser Tage kein anderes Thema. Glauben zumindest alle..

 

Was ist das Problem?

Der Kohlendioxidausstoß der Industrieländer ist zweifellos enorm und überschreitet jegliches vernünftige Maß. Das kann nicht gut sein für das Gleichgewicht der Stoffe auf unserer Erde. Neben der natürlichen Schwankung von Warm- und Kaltzeiten der Erde, basierend auf der natürlichen Aktivität der Sonne, wird ein hoher CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre möglicherweise einen Treibhauseffekt auslösen, dem eine wärmespeichernde Wirkung zugrunde liegt. Entsprechend der Menge an verbranntem organischen Material wie Holz, Kohle und Öl wird also die mittlere Temperatur der Atmosphäre und auch der Erde stetig ansteigen. Abgesehen davon gibt es auch natürliche gegenläufige Aktivitäten wie Wolkenbildung oder Vulkanausbrüche, die diese Entwicklung bremsen können.

Falls es so sein sollte, dass der CO2-Ausstoß der Menschheit einen übermäßig starken Einfluss auf das momentane Klima haben sollte, so kann das sehr bedrohlich werden. Vereiste Polkappen schmelzen ab, der Meeresspiegel steigt und natürliche Wärmeströme in den Ozeanen und auch in der Stratosphäre können erheblich gestört werden bzw. kommen ganz zum Erliegen.

 

Was ist zu tun?

Seit einigen Jahrzehnten gibt es Bestrebungen seitens der Wissenschaft, das Klima durch Verminderung von Emissionen, also weniger Verbrennungsaktivitäten der Menschen, günstig zu beeinflussen. Das bedeutet weniger Transport, weniger Heizen, weniger Fleischessen und weniger Konsum, einhergehend mit der Umstellung auf umweltverträglichere Energieerzeugung.

Die Umstellung auf andere Arten der Stromerzeugung ist bereits im Gange, also weniger Kohleverstromung, was gleichbedeutend ist mit erheblich weniger Verbrennung von organischem Material und weniger Verschmutzung von Luft. Das ist gut so. Aber die Häuser müssen immer noch mit Holz, Kohle, Öl oder Gas beheizt werden. Sonst wird es sehr kalt in Deutschland. Die aktuelle Diskussion um Bedarf an hunderttausenden neuer Wohnungen, insbesondere Sozialwohnungen, steht den Bestrebungen im Klimaschutz wohl deutlich entgegen.

Unser Wirtschaftssystem basiert auf stetigem Wachstum. Ohne Wachstum bricht alles zusammen. Je mehr Konsum, desto mehr Wachstum, desto besserer Lebensstandard. Das wird allabendlich gebetsmühlenartig zur besten Sendezeit im TV wiederholt, nämlich bei der Präsentation der Börsendaten. Wie können Politiker eigentlich Klimaschutz fordern und gleichzeitig für mehr Wirtschaftswachstum beten, damit sie wiedergewählt werden? Eine Perversion der Dinge, wie so häufig in der Politik..

Die Massentierhaltung ist ein erheblicher Faktor in Sachen Umwelt- und Klimazerstörung. Abgesehen von der legalisierten, millionenfachen Tierquälerei, die Millionen von Leuten täglich ein gesättigtes Gefühl geben soll, verschmutzt die Tierhaltung auch noch Trinkwasser, Böden, Luft und beschert uns darüber hinaus noch ein biologisches Desaster in Sachen multiresistenter Keime. Das betrifft also die elementaren Lebensgrundlagen der menschlichen Existenz. Genau in diesem Bereich hätte die Politik doch schon vor Jahrzenten schnell und unbürokratisch Abhilfe schaffen können. Vor der Angst, nicht mehr gewählt zu werden, ist auch dieses Thema immer wieder in der Schublade der Politik verschwunden. Die Menschen wollen eben auf ihr täglich Billigfleisch nicht verzichten. Die Geschichte geht also auch hier weiter..

Also bleibt noch der Bereich Transport, der ja, so politisch gewollt,  kurzfristig umwelt- und klimagerecht komplett auf Elektromobilität umgestellt werden soll. Was wird aber benötigt, um millionen von neuen Fahrzeugen mit Batterie und Elektromotor zu bauen? Natürlich werden auch hier enorme Mengen an Rohstoffen gebraucht, die wohl in den meisten Industrieländern gar nicht zur Verfügung stehen. Aber dank der Globalisierung gibt es ja kein Problem, denn China hat ja alles, was man so braucht. Also alles gut? Nein, das Gegenteil ist der Fall. Bereits jetzt hat China im Rahmen der Handelsstreitigkeiten klargemacht, wer am längeren Hebel sitzt. China hat quasi das Monopol auf dringend benötigte Rohstoffe, den sogenannten Seltenen Erden. Das sind Metalle, die in jedem elektronischen Gerät, also Fernseher, Computer, Smartphones, Windanlagen, Elektromotoren etc., verbaut und unverzichtbar sind. Wir begeben uns damit von der Abhängigkeit der ölfördernden Länder in die Abhängigkeit eines einzigen Staates. Abgesehen davon können diejenigen ein Lied von manchen Stromversorgern singen, die sich mit viel Enthusiasmus ein teures Elektromobil gekauft haben und dann zu Hause eine Ladestation bauen wollten. Die Stromrechnung hat es häufig in sich, da auch mit dem erhöhten Stromverbrauch entsprechend erheblich höhere Grundkosten verbunden sind. Eine teure Angelegenheit, das E-Auto..

Was wird passieren?

Es ist davon auszugehen, dass eine zukünftige linkslastige Regierung die Bürger noch schmerzlicher zur Kasse bitten wird, als es heute schon der Fall ist. Neben der CO2-Steuer werden auch alle sonstigen Vorhaben extrem teuer, weil sie unter klimarelevanten Aspekten umgesetzt werden sollen. Das geht aber nur unter deutlicher Anhebung der gültigen Steuersätze. Und wenn die Bürger merken, dass sie für alles deutlich mehr bezahlen sollen, wird der Enthusiasmus eines Politikwechsels schnell verfliegen. Möglicherweise wird dieser ganze Hype um das Klima ein Sturm im Wasserglas, insbesondere dann, wenn die zuständigen Politiker verkünden müssen, dass das Klima nicht zu retten ist und niemand mehr autofahren kann, weil es keine Rohstoffe und Ersatzteile aus China mehr gibt. Denn die brauchen das ja alles selber für ihre eigenen Konsumenten. China hat bereits heute über 1,3 Milliarden Menschen weltweit verteilt.

Es muss einmal deutlich gesagt werden, dass immer mehr Menschen auch immer mehr Ressourcen verbrauchen. Soviel kann sich ein einzelner Mensch gar nicht einschränken, damit bei über 7 Milliarden Menschen das Klima nachhaltig geschützt werden könnte. Und es werden immer mehr Menschen auf dieser Erde. Vor diesem Hintergrund verpufft jede Maßnahme, die unsere klugen Politiker medienwirksam verkünden.

Ja und was sagen wir den jungen Leuten, die immer wieder die Schule schwänzen und die Straßen verstopfen um für das Klima zu demonstrieren? Wir sagen ihnen, dass sie ein erheblicher Teil des Problems sind. Wir sagen ihnen, dass die ältere Generation nicht auf das gewohnte, angenehme Leben verzichten wird. Die Alten werden weiterhin ihre Verbrennungsautos fahren, in Urlaub fliegen und Fleisch essen.

Die junge Generation muss Klimaschutz vormachen, d.h. weitgehender Verzicht auf Mobilität, Telekommunikation, Fleisch, warme Wohnungen und vor allem: Verzicht auf Konsum. Darüber hinaus müssen sich die jungen Menschen absprechen, wer denn den Nachwuchs hervorbringt, denn zukünftig kann das nicht mehr jeder so einfach machen, wie er oder sie will!

Ein nicht unerheblicher Aspekt wäre da noch die stetig wachsende Zahl unserer Migranten. Wir haben sie am Duft des Luxus riechen lassen. Und jetzt soll alles schon vorbei sein? Auch sie werden natürlich nicht bereit sein zum Verzicht nur aufgrund einiger tausend aufgeregter deutscher Idealisten, die den Klima-Aufstand proben..

Langfristig muss wohl davon ausgegangen werden, dass die heutigen Klimaparteien dramatisch an Zustimmung verlieren werden und alles seinen gewohnten Gang gehen wird. Das liegt schließlich in der Natur des Menschen, von denen ja in einigen Jahren schon mehr als 10 Milliarden da sein werden! Erde ade..

 

 

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