Klimawandel: Mont Blanc-Massiv reagiert

Unter riesigem Getöse hatte sich im September ein rund 12.000 Kubikmeter großer Felsbrocken von der Drus-Bergkette abgelöst und war in den Abgrund gestürzt.

 

Die Bewohner der Alpen werden sich wahrscheinlich an solche Ereignisse gewöhnen müssen. Und es werden vermutlich immer größere Gesteinsbrocken, die hier auf natürliche Weise abgesprengt werden. Seit 2007 sind bereits 182 Abbrüche registriert worden. Bisher hatte der Permafrost in großer Höhe die Bergwipfel stabilisiert.

Da mittlerweile auch dort nicht mehr ständig Temperaturen unter Null Grad Celsius herrschen, schmilzt das Eis in den Felsspalten und dehnt sich aus. Dadurch werden mit gewaltigen Kräften die aneinander klebenden Felsbrocken auseinandergedrückt und destabilisiert. Auf diese Weise wird die natürliche Verwitterung in diesen Bereichen beschleunigt und schreitet entsprechend schnell voran.

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